Unsere Standpunkte

Unser Selbstverständnis

Politik ist nicht das Maß aller Dinge. Sie darf nicht alles entscheiden wollen. Sie muß die Chancen der Menschen, ihre Freiräume, ihr Recht auf eigene Wege anerkennen. Deshalb ist unsere Politik dem Subsidiaritätsprinzip verpflichtet. Das bedeutet für uns,
- daß der einzelne sein Leben in verantworteter Freiheit selbst gestalten kann,
- daß jeder zur solidarischen Hilfe für seine Mitmenschen verpflichtet ist, wenn sie sich nicht helfen können,
- daß die Verantwortung in kleinen Lebenskreisen Vorrang hat,
- daß größere Gemeinschaften sich auf ihre eigenen übergeordneten Aufgaben beschränken und kleine Lebenskreise achten und fördern.

Achtung vor dem Menschen

Die Politik der Jungen Union beruht auf der Achtung des Menschen als einmalige, unverwechselbare und eigenverantwortliche Persönlichkeit mit unantastbarer Würde. Ihre wichtigste Wurzel ist das christliche Verständnis von Menschen und seiner Verantwortung vor Gott. Nach christlichem Verständnis ist der Mensch Geschöpf Gottes, als freies Wesen von Gott nach seinem Bilde geschaffen. Trotz Unvollkommenheit und Schuld gilt dem Menschen das Vergebungsangebot Gottes.

Diese Hinwendung des Schöpfers zu seinem Geschöpf macht die einzigartige Würde des Menschen aus. Zugleich gründet hierauf auch die Hoffnung, die Kraft gibt für die politische Gestaltung der Welt trotz der Begrenztheit menschlichen Handelns.

Aus der Berufung auf das christliche Verständnis vom Menschen folgt für uns weder ein Alleinvertretungsanspruch auf Politik aus christlicher Verantwortung noch ein Ausschluß Andersdenkender. Vielmehr ist die Junge Union für jeden offen, der den Anspruch aller Menschen auf Anerkennung ihrer Freiheit und Würde bejaht. Dies ist die Grundlage für das gemeinsame Wirken von Christen und Nichtchristen in der Jungen Union.

Freiheit und Verantwortung

Der Mensch hat ein Recht auf Freiheit. Die Menschen wollen frei nach ihren unterschiedlichen Meinungen, Wünschen, Fähigkeiten und Wertvorstellungen leben können. Sie wollen mitverantworten und mitbestimmen, wählen und entscheiden können.

Die Freiheit des Menschen ist untrennbar mit der Verantwortung für sich und andere, aber auch für kommende Generationen verbunden. Denn wer für sich Freiheit fordert, muß die Freiheit seiner Mitmenschen anerkennen. Die Freiheit der anderen begrenzt und ermöglicht eigene Freiheit. Die Verwirklichung von Freiheit ist ohne ein Mindestmaß an materieller Sicherheit und Schutz der Privatsphäre nicht denkbar. Zur Freiheit gehört die Bereitschaft, sie zu nutzen und zu schützen.

Der Einzelne und die Gesellschaft

Die persönliche Entwicklung des Menschen vollzieht sich nicht isoliert, sondern in der Gemeinschaft mit anderen Menschen. Ohne den Nächsten, ohne das Miteinander mit anderen, ohne Nächstenliebe ist Menschsein nicht denkbar. Abhängigkeiten jeglicher Art schränken menschliche Freiheit ein. Allerdings gibt es soziale Bindungen, die die Entfaltung von Freiheit fördern. Wir arbeiten für eine Gesellschaft, in der die Menschen nicht nebeneinander herleben, sondern aufeinander zugehen. Viele Menschen verhalten sich heute gleichgültig, denken nur noch an sich und ihre Ansprüche und werfen überlieferte Werte über Bord. Unsere Gesellschaft kann aber nur dann Bestand haben, wenn sie auf Toleranz, Akzeptanz,Rücksichtnahme und dem Engagement des Einzelnen für den Nächsten und die Gemeinschaft gründet.

Solidarität zwischen allen Menschen

Freiheit steht in untrennbarem Zusammenhang mit Solidarität. Solidarität istAusdruck der sozialen Natur des Menschen und verlangt, den einzelnen gegen Gefahren abzusichern, die er allein nicht bewältigen kann. Hilfe soll, wo immer möglich, auf Selbsthilfe und eigenverantwortliche Lebensgestaltung abzielen. Jeder ist im Rahmen seiner Leistungsfähigkeit verpflichtet, dazu beizutragen, daß die Gemeinschaft aller dem einzelnen helfen kann. Solidarität und Opferbereitschaft sind vor allem gegenüber den Schwachen, Unterdrückten und sozial Benachteiligten dieser Welt erforderlich.

Solidarität verlangt mehr als die Kampfgemeinschaft derer, die ein gemeinsames Interesse gegen andere vertreten. Wir brauchen Solidarität zwischen allen Menschen, gerade zwischen denen, die unterschiedliche Interessen haben.

Solidarisches Handeln muß die Anliegen derer einbeziehen, die über keine lautstarken Vertreter verfügen. Die Wahrnehmung eigener Interessen darf nicht ohneRücksicht auf die Belange und Bedürfnisse anderer erfolgen.


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