Junge Union Ludwigsburg besucht „Nazi-Jäger“

Die Junge Union im Kreis Ludwigsburg hat der Zentralen Stelle zur Aufklärung nationalsozialistischer Verbrechen in der Vorweihnachtszeit einen hochinteressanten Besuch abgestattet. Die Einrichtung der Landesjustizverwaltung, die 1958 eingerichtet wurde, ist auch im 60-ten Jahr ihres Bestehens noch eine der wichtigsten Einrichtungen, um die Verbrechen des Hitler-Regimes aufzuklären.

Die Junge Union im Kreis Ludwigsburg hat der Zentralen Stelle zur Aufklärung nationalsozialistischer Verbrechen in der Vorweihnachtszeit einen hochinteressanten Besuch abgestattet. Die Einrichtung der Landesjustizverwaltung, die 1958 eingerichtet wurde, ist auch im 60-ten Jahr ihres Bestehens noch eine der wichtigsten Einrichtungen, um die Verbrechen des Hitler-Regimes aufzuklären. Insbesondere die Enthüllung und Aufklärung der Schandtaten an der Zivilbevölkerung in den zahlreichen Internierungs- und Vernichtungslagern brachte bis heute unzählige Verfahren auf den Weg. Die "Nazi-Jäger" legten insgesamt 1.721.675 Karteikarten an, leiteten 7.590 Vorvermittlungsverfahren ein und sind dafür verantwortlich, dass in der Geschichte der Einrichtung 18.500 Verfahren gegen NS-Verbrecher anhängig wurden.

In einer exklusiven Führung erhielten die Jungunionisten von der Staatsanwaltschaft Ludwigsburg einen groben aber sehr intensiven geschichtlichen Umriss im hauseigenen Museum in der Schorndorfer Straße. Den Mehrwert, der sich in den drei Stunden bei den „Nazi-Jägern“ bildete, wollte im Anschluss auch keiner der gut 20 Teilnehmer missen. Der besondere Zugang zum Thema war und ist ein absoluter Mehrwert. Denn ansonsten ist es der jungen Generation schließlich nur über Erzählungen und Literatur möglich, sich diesem Thema zu nähern.

„Ausdrücklich möchten wir uns auch an dieser Stelle nochmals bei Herrn Will bedanken. Der spannende und aufschlussreiche Besuch war eine keinesfalls alltägliche und besondere Gelegenheit die Arbeit der Zentralen Stelle einmal genauer kennenzulernen“, sagte die Vorsitzende Fridericke Jähnichen im Anschluss. Während die sachlichen und kundigen Erzählungen den Besuch abschlossen, machten sich die Jung-Unionisten nach zum barocken Weinachtsmarkt auf. Dort wurde, bei Punsch und Glühwein, das Jahr in entspannter Runde beendet.